FORUM 3
Lernen von den Alten
Werte- und Wissensvermittlung an Kunsthochschulen

Ist es wieder an der Zeit, wie schon in den 60er Jahren, von einer Bildungskrise oder gar -katastrophe zu sprechen? Überall mehren sich die Stimmen, dass unser Schulsystem und unsere Universitäten nicht richtig ausbilden. Fähigkeiten und Schlüsselqualifikationen, die das Berufsleben erfordert, würden in der staatlichen Ausbildung vernachlässigt. AbsolventInnen der Hochschulen würden ohne geeignetes Rüst- zeug in die Berufswelt entlassen. Wie sieht es im künstlerischen Bereich aus? Sind die Ausbildungswege an den Akademien noch zeitgemäß? Entsprechen sie der heutigen Berufswelt der KünstlerInnen und berücksichtigen sie die neuen Produktions- und Vermarktungsbedingungen? Oder folgen sie noch zu sehr einem mittelalterlichen Lehrer-Schüler-Verständnis, das im Zeitalter der wirtschaftlichen Globalisierung obsolet geworden ist? Welcher Wertekanon wird den Studierenden vermittelt?

Ort: Konrad-Adenauer-Stiftung

 

FORUM 4
markt-weise
Kunst versus Marketing

Die Kulturwirtschaft hat in den letzten Jahren qualitativ wie quantitativ Zuwächse zu verzeichnen. Damit haben Marktmechanismen in Kunstproduktion und -präsentation an Bedeutung gewonnen. Dagegen hält modernes Marketing nur zögerlich Einzug in den öffentlichen Kulturbetrieb. Muss sich der öffentliche Kulturbetrieb stärker modernen Management-Methoden öffnen? Brauchen wir neue Arrangements zwischen öffentlichem Kulturauftrag, bürgerschaftlichem Engagement und kulturwirtschaftlichem Unternehmergeist? Wem nützt eine Marktöffnung der öffentlichen Institute? Gibt es einen Zusammenhang zwischen "Marktförmigkeit" und "Marktgängigkeit"? Wann wird Kunst zur öffentlich getragenen "Staatskunst", wann zur ökonomisch vermittelten "Auftragskunst"?

Ort: Friedrich-Ebert-Stiftung