FORUM 5
Kunst findet Stadt
Kunst – Öffentlichkeit – Öffentlicher Raum

Die Stadt ist traditionell "Bühne für Kultur" und das Terrain für unterschiedlichste Lebens- und Nutzungsformen. Der Ausbau vieler Innenstädte zu inszenierten Einkaufs- und Unterhaltungsbereichen hat z.T. zu einer Wiederbelebung der einst verödeten Zentren geführt, zugleich aber häufig vormals öffentliche Räume privatisiert und Fremdes, Ungewohntes und "Gefährliches" entfernt. Die kulturelle Heterogenität der Stadt ist damit bedroht. Muss Kulturpolitik "Urbanität" neu denken? Welche Aufgaben haben kulturelle Einrichtungen, die in der Regel in den Zentren beheimatet sind, bei einer Revitalisierung der lebendigen Unterschiede? Welche Rolle spielen dabei die Künste im urbanen Raum? Wie verträgt sich ihre Präsenz in der Stadt mit dem Wunsch nach Überschaubarkeit und Kontrolle von Teilen der Bevölkerung? Und: Welchen Einfluss werden die elektronischen Medien auf die zukünftige Gestaltung der Stadt haben?

Ort: Friedrich-Ebert-Stiftung

 

FORUM 6
"Neues Publikum für die Kunst ..."
nach dem Zerfall des Bildungsbürgertums

Kulturpolitik kann heute weniger denn je von einer homogenen Öffentlichkeit und einem 'angestammten' Kulturpublikum ausgehen. Sie hat es mit vielen fragmentierten Teilöffentlichkeiten zu tun. Auch die Begriffe zerfließen. Wo hört Hochkultur auf, wo fängt Pop an? Ist diese Trennung überhaupt noch zeitgemäß? Wann soll was (noch) gefördert werden? Welches Publikum soll mit welchen Mitteln erreicht wer-den? Brauchen wir Strategien, um neues Publikum zu bilden und zu binden? Und: Welche Rolle spielen die elektronischen Medien – insbesondere das neue Medium des Internets? Immer mehr kulturelle Informationen und künstlerische Produktionen, von der Netzkunst über die Publikation von Büchern bis zum Download von Musikprogrammen, werden über dieses Medium angeboten. Sind wir nicht längst Akteure in einer virtuellen Öffentlichkeit, der wir angehören, ohne die Privatsphäre der Wohnung verlassen zu müssen?

Ort: Konrad-Adenauer-Stiftung