Jens Jessen
Jens Jessen Feuilletonchef DIE ZEIT, Hamburg
Geboren 1955. Studium der Germanistik und Kunstgeschichte in Berlin und München. Arbeit als Verlagslektor in Stuttgart und Zürich. 1988 Feuilletonredakteur bei der FAZ in Frankfurt. 1994 Kulturkorrespondent der FAZ in Berlin. 1996 – 1999 Leitung des Feuilletons der Berliner Zeitung. 2000 Wechsel zur ZEIT.

 

Thomas Krüger
Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn
Geboren 1960. Studium der Evangelischen Theologie. 1987 - 1989 Vikar in Berlin und Eisenach. 1989 - 1992 Geschäftsführer (und Gründungsmitglied) der SDP in der DDR, Stellvertretender SPD-Landesvorsitzender, Berlin. 1990 Mitglied der Volkskammer. 1990 - 1991 Erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters, Stadtrat für Inneres beim Magistrat Berlin. 1991 - 1994 Senator für Jugend und Familie, Berlin. 1994 - 1998 Mitglied des Deutschen Bundestages. 1998 - 2000 Freiberuflich tätig, Erziehungspause. Vorsitzender des Stiftungsrates »Stiftung Neue Kultur«. Seit 14.07.2000 Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung.
Seit 1995 Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks (ehrenamtlich). Seit 1997 Vorstandsmitglied des Kulturforums der SPD, Berlin. Verheiratet, zwei Kinder.

 

Erich Loest

Schriftsteller
Geboren 1926. 1944 zum Kriegsdienst einberufen. Nach Kriegsende Arbeit in der Landwirtschaft und bei den Leuna-Werken. 1947 - 1950 Volontär, dann Redakteur bei der »Leipziger Volkszeitung«. Ab 1950 Freischaffender Schriftsteller in Leipzig. Erfolge mit Erzählbänden und Romanen (1950: »Jungen die übrig blieben« 1952: »Die Westmark fällt weiter«). SED-Mitglied. Vorsitzender des Schriftstellerverbandes Leipzig. Heftige Kritik an der SED nach dem Aufstand des 17.Juni 1953. 1955 - 1956 Studium am Literaturinstitut Johannes R.Becher, Leipzig. 1957 Verhaftung, Verurteilung zu 7 ½ Jahren Zuchthaus wegen »konterrevolutionärer Gruppenbildung«, Ausschluß aus der SED. 1964 Haftentlassung auf Bewährung. 1965 - 1975 unter Pseudonym Autor von Kriminalromanen. 1978 Autobiografischer Roman »Es geht seinen Gang oder Mühen in unseren Ebenen«. 1979 Aus Protest gegen Zensur Austritt aus dem Schriftstellerverband der DDR. 1980 Literarische Karl-May-Biografie »Swallow, mein wackerer Mustang«. 1981 Übersiedlung in die Bundesrepublik. Veröffentlichung der Leipzig-Romane »Völkerschlachtdenkmal« (1984) und »Zwiebelmuster« (1985). 1984 - 1986 Zweiter Vorsitzender des VS. 1987 Mitbegründer des Linden-Verlages, Künzelsau. 1989 Nach der Wende Rehabilitierung durch das Oberste Gericht der DDR. Nach Einsicht in seine Stasi-Akte Veröffentlichung der Biografie »Der Zorn des Schafes« und der Dokumentation »Die Stasi war mein Eckermann« (1990/1991). 1994 Wahl zum VS-Bundesversitzenden. 1995 »Nikolaikirche« (dokumentarischer Roman). 1996 Ehrenbürgerschaft der Stadt Leipzig. 1997 Autobiografische Schrift »Als wir in den Westen kamen. Gedanken eines literarischen Grenzgängers«. 1998 Rückkehr nach Leipzig. 1999 »Gute Genossen« (Roman).2001 »Reichsgericht« (Roman)
Weitere zahlreiche Veröffentlichungen.

 

Gérard Mortier
Gérard Mortier

Kulturmanager, Intendant der Salzburger Festspieler, Künstlerischer Leiter der Ruhr-Triennale
Geboren 1943. 1960 - 1965 Studium der Rechtswissenschaften in Gent und Promotion zum Dr. juris. 1966 - 1967 Studium der Kommunikationswissenschaften bei Jan Briers. 1968 - 1972 Mitarbeit beim Flandern Festival. 1972 - 1973 Künstlerischer Betriebsleiter an der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf. 1973 - 1977 Oper Frankfurt/M.. 1977 - 1979 Hamburgische Staatsoper, bei Christoph von Dohnányi. 1979 - 1981 Künstlerischer Programmchef bei Rolf Liebermann in Paris. 1981 - 1991 Intendant der Belgischen Nationaloper (Théatre de la Monnaie). 1988 - 1991 auch Intendant der Stiftung »Flämische Oper« (vormals »Opera voor Vlaanderen«). 1989 Wahl als Karajan-Nachfolger in die Künstlerische Leitung der Salzburger Festspiele. 1992 Intendant in Salzburg. M. wird als Macher des »Neuen Salzburg« von der Kritik gefeiert. 2000 Aus Protest gegen die neue Rechts-Mitte-Regierung in Österreich erklärt M. sein vorzeitiges Ausscheiden aus seinem Amt. 2001 Übernahme der Künstlerischen Leitung der Ruhr-Triennale (2001 - 2003). Künstlerischer Leiter für das Programm der neuen »Performance Hall des 21. Jahrhunderts« in Gent. Für 10/2001 - 03/2002 Einladung ans Wissenschaftskolleg Berlin.

 

rosalie
rosalie

Bühnen- und Kostümbildnerin für Oper, Schauspiel, Ballett und Film, Stuttgart
1953 in Gemmrigheim nahe Stuttgart geboren. 1974-78 Studium der Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Stuttgart. 1975-82 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart: Malerei, Grafik, Plastisches Arbeiten und Kostüm- und Bühnenbild. Seit 1979 Bühnen- und Kostümbildnerin für Oper, Schauspiel, Ballett und Film. Seit 1979 Ausstellungen als freischaffende Künstlerin  mit Malerei, Plastik und Installation. Seit 1995 Professur für Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Gestaltung, Offenbach/ Main

Bühnenarbeiten (Auswahl):
»Die Schöpfung«  von Haydn, Züricher Ballett, Opernhaus Zürich, 1985. »Khamma« von Debussy, Mailänder Ballett, Teatro alla Scala, Milano, 1986.»Idomeneo« von Mozart, Hamburgische Staatsoper, 1990.»Faust I« von Goethe, Schillertheater Berlin, 1990. »Der Ring des Nibelungen« von Wagner, Bayreuther Festspiele, 1994-98.»Salome« von Strauss, Opéra du Rhin, Straßburg und Opéra São Carlos, Lissabon, 1994.»Die Frau ohne Schatten« von Strauss, Semperoper Dresden, 1996. »Der Feuervogel«  von Stravinsky, Stuttgarter Ballett, Staatstheater Stuttgart, 1998. »Die Wände« von Adriana Hölszky, Oper Frankfurt, 2000. »Pentesilea« Ballett nach Kleist. Ballett Florenz, Teatro Communale di Firenze, 2001.

Einzelausstellungen (Auswahl):
Malerei und Objekte: Galerie Wehr, Stuttgart 1982, 1986, 1991, 2000. Galerie Orangerie-Reinz, Köln 1984, 1987, 1996. Galerie Scheidegger, Zürich, 1986, Galerie Wild, Frankfurt/ M. 2000. »26 Figuren« – Aluminiumplastiken, BMW- Pavillon München, 1988. »Komm lieber Mai und mache...«. Installation in 3 Teilen, Galerie der Stadt Stuttgart, 1989. »TYP 1 DIN 67520«. Galerie Orangerie Reinz, Köln 1996.  »genial trivial«. Installation, Residenzschloß Ludwigsburg,1997. »Le Souffle de la Vierge - In the Garden of Dandelions«. Installation, Kunsthalle Göppingen, 1998.

Projekte (Auswahl):
»Vorhang«. Installation von 650 Bällen an Aluminium-traversen, Residenzschloß Ludwigsburg, 1997.  »31 x FLOSSI«. Installation an der Fassade des Forum für Kultur und Wirtschaft Düsseldorf, 1998.

Publikationen (Auswahl):
Oswald G. Bauer (Hg.): rosalie - Bilder zum Ring, Bayreuther Festspiele 1994-1998, Ostfildern-Ruit 2000. Uwe Schweikert, Thomas Jürgens (Hg.): rosalie - Bilder und Räume - Theater, Malerei, Objekte, Installationen. Stuttgart/ Weimar 2000.

 

Oliver Scheytt
Oliver Scheytt

Beigeordneter für Bildung und Kultur der Stadt Essen, Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft
Geboren 1958 in Köln. 1972 - 1976 »Jungstudierender« im Fach Klavier an der Folkwang-Hochschule für Musik, Essen. Preisträger im Wettbewerb »Jugend musiziert«. 1976 - 1982 Studium der Rechtswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität. Freie Mitarbeit im Kulturamt der Stadt Essen und beim Sekretariat für gemeinsame Kulturarbeit in Nordrhein-Westfalen, Wuppertal. Mitarbeit im Projekt »Kultur ‘90« unter Leitung von Dr. Karl Richter. 1986 Persönlicher Referent und Leiter des Büros des Hauptgeschäftsführers des Deutschen Städtetags, Köln. 1989 Promotion zum Dr. jur. (Dissertationsthema: Die Musikschule. Ein Beitrag zum kommunalen Verwaltungsrecht«). 1990 Beauftragter des Deutschen Städtetages für die Städte in den neuen Bundesländern. 1993 Beigeordneter für Kultur und Freizeit der Stadt Essen, seit 1997 auch für Bildung. Vorsitzender des Kultursekretariats NRW (Wuppertal). Vorstandsmitglied des Verbandes Deutscher Musikschulen.
Zahlreiche Veröffentlichungen zu kulturpolitischen Themen, u.a. in den Kulturpolitischen Mitteilungen.

 

Michael Schindhelm
Michael Schindhelm

Schriftsteller und Direktor des Theaters Basel (http://www.theater-basel.ch)
196o in Eisenach geboren. 1979 Abitur an der Technischen Hochschule Merseburg. 1979 - 1984 Studium Quantenchemie an der Internationalen Universität Woronesh, Aufenthalte in Moskau, Leningrad und Machatschkala (Kaspisches Meer). Abschluss Diplomquantenchemiker. 1984 - 1986 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Akademie der Wissenschaften Ost-Berlin. 1986 - 199o Freier Uebersetzer aus dem Russischen, Autor, Dramaturg . 1990 Direktor Theater Nordhausen/LOH-Orchester Sondershausen. 1991 Uraufführung »Die Stadt«. 1992 Intendant der Bühnen der Stadt Gera. 1994 - 1996 Generalintendant des Theaters Altenburg-Gera. Seit 1996/97 Direktor des Theaters Basel. 1999 Bayerischer Theaterpreis für Theater Basel. Schauspiel des Theater Basel wird »Theater des Jahres«.
Veröffentlichungen: zahlreiche Aufsätze und Essays für Die Zeit, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau, Tagesspiegel, Welt, Weltwoche, Basler Zeitung u.a.. Uebersetzungen von Tschechow, Gogol, Gorki. Libretto zu »Schwarzerde«, Oper von Klaus Huber  (UA Herbst 2oo1). Bücher:  »Roberts Reise« München, »Zauber des Westens« München Februar 2oo1 (beide DVA)

Axel Schmidt-Gödelitz

Leiter des Forums Berlin der Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin
Studium der Politologie und Volkswirtschaftslehre. 1969 - 1975 Arbeit als freier Journalist. 1976 - 1981 Referent bei der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in der DDR. 1981 Eintritt in die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). 1981 - 1986 FES-Koordinator für Entwicklungsprojekte in Kairo. 1986 - 1990 FES-Koordinator für Entwicklungsprojekte in Peling. 1990 - 1997 Leiter des Berliner Büros der FES. 1998 Leiter des Forums Berlin der FES.

 

Christoph Stölzl

Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Berlin
Geb. 1944. 1963 bis 1970 Studium der Geschichte, Literaturwissenschaft und Soziologie in München und Saarbrücken. 1970 bis 1973 Forschungen zur Geschichte des Nationalismus in Wien und Prag (Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft) 1974 bis 1976 Bayerisches Nationalmuseum. 1976 bis 1980 Wissenschaftlicher Assistent an der Universität München. 1980 bis 1987 Direktor des Münchner Stadtmuseums. 1985 bis 1987 Mitglied der Sachverständigenkommission des Projekts  »Deutsches Historisches Museum« 1987 bis 1999 Generaldirektor des Deutschen Historischen Museums Berlin. 1989 bis 1999 Mitglied des Verwaltungsrates des Germanischen Nationalmuseums, Nürnberg. 1996/1997 Mitglied der Lenkungsgruppe und der Findungskommission für die Errichtung des »Denkmals für die ermordeten Juden Europas« Dezember 1999 Feuilletonchef und stellvertretender Chefredakteur der Tageszeitung »Die Welt« . Seit 2000 Kultursenator des Landes Berlin.
Seit 1996 Mitglied des Kulturbeirats der »EXPO 2000«. 1996 Vorsitzender des deutsch-russischen Museums »Berlin-Karlshorst e.V.« (Geschichte des 2. Weltkrieges). Seit 2000 Mitglied im Kuratorium der Adenauer-Stiftung.

 

Christina Weiss

Kultursenatorin der Freien und Hansestadt Hamburg
Geboren 1953 in St. Ingbert/Saar. 1972 - 1977 Studium der vergleichenden Literaturwissenschaften, Germanistik, Italienische Philologie und Kunstgeschichte an der Universität Saarbrücken. 1982 Promotion zum Dr. phil.. 1984 - 1986 Wissenschaftl. Mitarbeiterin an der Universität-GHS Siegen. 1987 - 1988 Redakteurin des Kunstmagazins ART (Hamburg), freie Literatur- und Kunstkritikerin. 1989 - 1991 Leiterin der Fernsehdiskussion »Café Größenwahn« und des »Literaturmagazins« (beides SWF-Fernsehen).  1989 Programmleiterin des Hamburger Literaturhauses. Seit 1991 Kultursenatorin. 1993 - 1997 auch Senatorin für Gleichstellung.
Neben ihrem politischen Amt ist Christina Weiss u.a. Mitglied der Jury der »Bestenliste« des SWF (seit 1982), Mitglied im Rundfunkrat des Deutschlandfunk und DeutschlandRadio, Berlin und Stiftungsratsvorsitzende der Hamburgischen Kulturstiftung.
Veröffentlichungen u.a.: »Stadt ist Bühne - Kulturpolitik heute« Berlin 1999, 177 S. (Europäische Verlagsanstalt)

 

Slavoj Zizek
Slavoj Zizek

Philosoph, Leiter der Studiengruppe »Antinomien der postmodernen Vernunft« am Kulturwissenschaftlichen Institut (KWI), Essen
Geboren 1949. Studium der Philosophie und Soziologie. 1971 Bachelor of Arts in beiden Fächern. 1975 Magister Artium im Fach Philosophie. Seit 1979 Forschungstätigkeit am Institut für Soziologie und Philosophie der Universität Ljubljana (seit 1992 Institut für Sozialwissenschaften, Fakultät Sozialwissenschaft). 1981 Promotion zum Dr. phil. am Institut für Philosophie der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Ljubljana. 1982 - 1983 Gastprofessor am Institut für Psychoanalyse der Universität Paris VIII. 1985 Promotion im Fach Psychoanalyse an der Universität Paris VIII. 1985 - 1986 Gastprofessor am Institut für Psychoanalyse der Universität Paris VIII. Politische Aktivitäten in der Alternativbewegung in Slowenien. 1990 Präsidentschaftskandidat der Slowenischen Republik bei der ersten Mehrparteienwahl. 1991 Wissenschaftsattaché der Republik Slowenien. 1991/92 - 2000 Gastprofessuren an zahlreichen us-amerikanischen Universitäten u.a. Columbia, New School for Social Research, New York, Michigan, Georgetown University, Washington. 2000 Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut (KWI), Leitung einer Studiengruppe – seit 2000 Erster Preisträger des mit 1 Mio. DM dotierten Kulturwissenschaftlichen Forschungspreises des Landes Nordrhein-Westfalen, Essen. Der Preis wurde 1999 überreicht.
Gründer und Präsident der »Gesellschaft für theoretische Psychoanalyse«, Ljubljana. Herausgeber der Buchreihen »Analecta« (Slowenisch), »Wo es war« (Deutsch und Englisch) und SIC (Englisch).
Zahlreiche Publikationen. Auf Deutsch u.a. »Die Nacht der Welt« Frankfurt/M. 1998, »Ein Plädoyer für Intoleranz« Wien 1998, »Liebe Deinen Nächsten? Nein Danke!« Berlin 1999, »Sehr innig und nicht zu rasch« Wien 1999. »Die Tücke des Subjekts«. Frankfurt/M. 2001. »Das fragile Absolute. Warum es sich lohnt, das christliche Erbe zu verteidigen.« Berlin 2000.