Eva Demski

Schriftstellerin und Journalistin
Geboren 1944. 1964 – 1968 Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie an den Universitäten Mainz und Freiburg. Dramaturgieassistentin an den Städtischen Bühnen Frankfurt. 1969 – 1977 feste Mitarbeit beim Hessischen Rundfunk, u.a. für die TV-Kultursendung »Titel, Thesen, Temperamente«. Seit 1977 freie Journalistin und Schriftstellerin. 1979 Romandebut »Goldkind«, ihr zweiter Roman »Karneval« (1981) erhielt einen Preis der Klagenfurther Jury. Seither veröffentlichte D. neben Romanen und Reisebüchern zahlreiche Essays und Fernsehfeatures, u.a. über Joseph Roth, Hans Neuenfels und Eleonora Duse. 1988 Stadtschreiberin von Bergen-Enkheim. 1989 Schriftsteller-Dozentin an der Universität Paderborn. 1990 Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt. 1994 Gründung des Verlags Schöffling & Co, gemeinsam mit Verleger Klaus Schöffling. 1995 Mitglied des Präsidiums des westdeutschen PEN. 1996 Austritt aus dem PEN aus Protest gegen die schnelle Vereinigung mit dem ostdeutschen PEN (zusammen mit Ingrid Bachér, Lea Rosh, Ralph Giordano und Urs Jaeggi).
Aktuelle Veröffentlichungen u.a.: »Mama Donau« 2001, »Lesbos. Sappho und ihre Insel« 2000, »Scheintod« (Roman) 2000, »Das Narrenhaus« München 1999. 

 

Thomas Huber
Thomas Huber

Künstler, Vorsitzender des Deutschen Künstlerbundes, Berlin
Geboren 1955 in Zürich. 1977 – 1978 Studium Kunstgewerbeschule Basel. 1979 Royal College of Art London. 1980 - 1983 Staatliche Kunstakademie Düsseldorf, Klasse Fritz Schwegler. 1984 Kiefer-Hablitzer-Preis, Bern; Rheinbrücke-Preis, Basel. 1989/1990 Auszeichnung des Kulturkreises des BDI. 1990 NUR-Reisestipendium. 1992 Temporäre Direktion des Centraal Museums Utrecht. 1992 Professur an der Hochschule für Bildende Künste, Braunschweig. 1993 Kunstpreis der Stadt Zürich. 1995 Niedersächsischer Kunstpreis. 1998 Art Multiple Preis, Düsseldorf. 1999 Niederlegung des Professuramtes an der HBK Braunschweig. 1999 Beauftragter für die Neugestaltung des Kunstmuseums Düsseldorf (mit Bogomir Ecker). Seit 2000 Vorsitzender des Deutschen Künstlerbundes.
Werkverzeichnis: 1982 Rede über die Sintflut. 1982 Rede zur Schöpfung, 1983 Rede in der Schule. 1984 Besuch im Atelier. 1985/86 Das Hochzeitsfest. 1986/87 Ein öffentliches Bad für Münster. 1987 Wasser, Salz und Bilder. 1988 Das Bilderlager/Opus. 1988 Die Bibliothek. 1989 Am Abend. 1990 Die Post. 1990 Familienbildnisse. 1991 Bücher. 1991/93 Die Bank. 1993 Der Zwerg von Oiron. 1993 Das Studio. 1993/94 Ideale Bildtemperatur. 1994 Meine Damen und Herren. 1995 Die Ausstellung (Bildanschauung). 1995/96 Wandgemälde. 1996 Bauvorhaben. 1996 Der Schlaf (Bilder schlafen). 1997 Jakobs Traum. 1998 Schauplatz. 1999 Glockenläuten. 2000 Theater. 2001 Hallen.
Zahlreich Ausstellungen und Publikationen. Einzelausstellungen u.a.: 2000 Pasqu Art, Biel/Bienne. 2000 Palais des Beaux-Arts Brüssel. 2000 Helmhaus Zürich. 2000 Kunstverein Wolfsburg. 1999 Musée d'art moderne et contemporain, Genève. 1999 Haus der deutschen Wirtschaft in Berlin (Dauerinstallation). 1998 Kunstverein Düsseldorf. Gruppenausstellungen u.a.: 2000-2003 Stadt Wolfsburg (Kunst am Bau). 2000 Biennale Lyon. 2000 Kunsthalle Nürnberg. 2000 Kunsthalle Düsseldorf. 1999 Kunsthalle Kiel. 1999 Städtisches Museum Abteiberg Mönchengladbach. 1999 Galerie der Stadt Stuttgart. 1999 Musée cantonal des Beaux-Arts, Lausanne.
aktuelle Literatur: „Die Bühne“ (2001, dt./franz.), „Glockenläuten / Sonnez les matines“ ( 2000 dt./franz./eng.), „Bilder schlafen“ (1999), „Größenphantasien und Kreativität“, (1999 mit Hartmut Kraft, dt./eng.), „Schauplatz“ (1998)
Thomas Huber lebt mit seiner Frau und seinen 6 Kindern in Mettmann bei Düsseldorf.

 

György Konrád
György Konrád

Präsident der Akademie der Künste Berlin
Geboren 1933 in Debrecen, ein großer Teil der jüdischen Familie wurde umgebracht. Studium der Literatur, Soziologie und Psychologie in Budapest. In den sechziger Jahren erste Essays und Arbeit als Soziologe im Budapester Institut für Städtebau. 1969 Romandebüt "Der Besucher" (1973 ins Deutsche übersetzt, Vorwort: Walter Jens). Mitarbeit an Studien zu soziologischen Problemen in neuen Wohnsiedlungen, die z.T. nicht veröffentlicht werden durften. Nach der Herausgabe des Essays "Die Intelligenz auf dem Weg zur Klassenmacht" folgten Arbeitsplatzverlust und eine Verhaftung, die weltweite Proteste auslöste. In den folgenden Jahren wegen heftiger politischer Angriffe und langjähriger Publikationsverbote in Ungarn zeitweilige Aufenthalte im Ausland (u.a. DAAD-Stipendiat in Berlin und Fellow des Wissenschaftskollegs Berlin). 1990-93 Präsident, seit 1993 Vizepräsident des Internationalen PEN. 1991 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt. Seit 1991 Mitglied der Akademie der Künste (West); seit 1997 Präsident der Akademie der Künste.

 

Thomas Krüger

Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn
Geboren 1960. Studium der Evangelischen Theologie. 1987 - 1989 Vikar in Berlin und Eisenach. 1989 - 1992 Geschäftsführer (und Gründungsmitglied) der SDP in der DDR, Stellvertretender SPD-Landesvorsitzender, Berlin. 1990 Mitglied der Volkskammer. 1990 - 1991 Erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters, Stadtrat für Inneres beim Magistrat Berlin. 1991 - 1994 Senator für Jugend und Familie, Berlin. 1994 - 1998 Mitglied des Deutschen Bundestages. 1998 - 2000 Freiberuflich tätig, Erziehungspause. Vorsitzender des Stiftungsrates »Stiftung Neue Kultur«. Seit 14.07.2000 Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung.
Seit 1995 Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks (ehrenamtlich). Seit 1997 Vorstandsmitglied des Kulturforums der SPD, Berlin. Verheiratet, zwei Kinder.

 

Ivan Nagel

Professor für Geschichte und Ästhetik der darstellenden Künste, Hochschule der Künste, Berlin
Geboren 1931. 1944 Verfolgung seiner jüdischen Familie in Ungarn durch die Nazis, Leben im Untergrund. 1948 Flucht zu Beginn des stalinistischen Regimes aus Ungarn in die Schweiz.. 1950 Abitur in Zürich. Studium der Germanistik, Soziologie und Philosophie in Paris, Heidelberg und Frankfurt/M. 1955 Verhinderung der Abschiebung des staatenlosen N. durch seine Lehrer Theodor W. Adorno und Carlo Schmid. 1958 Deutscher Staatsbürger. 1958 Theaterkritiker der Deutschen Zeitung (Stuttgart/Köln). 1962 Chefdramaturg unter Hans Schweikart und später August Everding an den Münchner Kammerspielen. 1969 – 1971 Theater- und Musikkritiker der Süddeutschen Zeitung, München. 1970 – 1979 Präsident der Sektion Bundesrepublik Deutschland des Internationalen Theaterinstitutes (ITI) der UNESCO. 1972 – 1979 Intendant des Deutschen Schauspielhauses, Hamburg. 1977 – 1980 Präsident des Gesamtverbandes des Internationalen Theaterinstitutes (ITI) der UNESCO. 1981 Gründung des Festivals »Theater der Welt«. 1981 – 1983 Kulturkorrespondent der FAZ in New York. 1983/1984 Fellow am Wissenschaftskolleg Berlin. 1985 Intendant des Württembergischen Staatsschauspiels, Stuttgart. Ab 1988 Professor für Geschichte und Ästhetik der darstellenden Künste an der Hochschule der Künste, Berlin. 1990 Gutachten im Auftrag des Berliner Senats über Lage der Berliner Theater nach der Wiedervereinigung. 1998 Auszeichnung durch den Kortner-Preis. 1998 - 1999 Leiter des Schauspiels der Salzburger Festspiele. 2000 Auszeichnung mit dem Moses-Mendelsohn-Preis zur Förderung der Toleranz.
Zahlreiche Publikationen, u.a. »Autonomie und Gnade. Über Mozarts Opern« (1985), »Ariadnde auf dem Panther. Zur Lage der Frau um 1800« (1993), »Vier Regisseure des Welttheaters: Bondy, Castorf, Sellars, Wilson« (1996, mit B.Henrichs)

 

Julian Nida-Rümelin
Julian Nida-Rümelin; Foto Chaperon; © BPA

Staatsminister im Bundeskanzleramt, Beauftragter der Bundesregierung für die Angelegenheiten der Kultur und der Medien, Berlin
Geboren 1954 in München, ledig. Abitur am humanistischen Wilhelms-Gymnasium in München. 
Studium der Philosophie, Physik, Mathematik und Politikwissenschaft in München und Tübingen.
1983  Promotion. 1984 – 1990 Wissenschaftlicher Assistent  (Habilitation 1989). 1991 Gastprofessor an der University of Minnesota/USA. 1992 – 1993 Professor am Zentrum für Ethik in Tübingen. Seit 1993 Lehrstuhlinhaber für Philosophie an der Universität Göttingen. Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Juli 1998 - Dezember 2000 Kulturreferent der Stadt München. Januar 2001 Ernennung zum Staatsminister beim Bundeskanzler und zum Beauftragten der Bundesregierung für die Angelegenheiten der Kultur und der Medien.

 

Oliver Scheytt
Oliver Scheytt

Beigeordneter für Bildung und Kultur der Stadt Essen, Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft
Geboren 1958 in Köln. 1972 - 1976 »Jungstudierender« im Fach Klavier an der Folkwang-Hochschule für Musik, Essen. Preisträger im Wettbewerb »Jugend musiziert«. 1976 - 1982 Studium der Rechtswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität. Freie Mitarbeit im Kulturamt der Stadt Essen und beim Sekretariat für gemeinsame Kulturarbeit in Nordrhein-Westfalen, Wuppertal. Mitarbeit im Projekt »Kultur ‘90« unter Leitung von Dr. Karl Richter. 1986 Persönlicher Referent und Leiter des Büros des Hauptgeschäftsführers des Deutschen Städtetags, Köln. 1989 Promotion zum Dr. jur. (Dissertationsthema: Die Musikschule. Ein Beitrag zum kommunalen Verwaltungsrecht«). 1990 Beauftragter des Deutschen Städtetages für die Städte in den neuen Bundesländern. 1993 Beigeordneter für Kultur und Freizeit der Stadt Essen, seit 1997 auch für Bildung. Vorsitzender des Kultursekretariats NRW (Wuppertal). Vorstandsmitglied des Verbandes Deutscher Musikschulen.
Zahlreiche Veröffentlichungen zu kulturpolitischen Themen, u.a. in den Kulturpolitischen Mitteilungen.

 

Klaus von Trotha
Klaus von Trotha; © Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden Württemberg

Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg
Geboren 1938 in Berlin. 1958 - 1962 Studium der Rechtswissenschaften und der Politischen Wissenschaften in Berlin, Bonn und München. 1967 Zweite juristische Staatsprüfung. 1967 - 1970 Lehrkörper an der Universität Konstanz. 1970 - 1980 Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule Weingarten. 1976 Erstmals für die CDU in den Stuttgarter Landtag gewählt. 1978 Vorsitzender des Landtagsausschusses für Wissenschaft und Kunst. 1991 Minister für Wissenschaft und Kunst. 1992 1991 Minister für Wissenschaft und Forschung. Seit 1996 Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst.
Klaus von Trotha ist seit 1989 Mitglied im Rundfunkrat des Südwestfunks und war 1991 - 1997 Mitglied des ZDF-Fernsehrates. Seit 1996 ist er Vertreter der deutschen Länder im Forschungsministerrat der Europäischen Union.